Kosten10 000er-Inspektionsintervalle und der akzeptable, wenn auch nicht herausragende Verbrauch schlagen sich auf der Kostenseite positiv nieder. Und es bereitet keine Probleme, die genüsslich im Sattel der FJR abzuspulen. Was aber vor allem das Touren trotz wenig einladender Temperaturen zur entspannten Angelegenheit macht, sind die deutlich verbesserten Umgangsformen des überarbeiteten Motors. Das Leistungsdiagramm der Yamaha FJR 1300. Doch ist objektiv betrachtet das Drehzahlniveau im Rahmen. Doch ist das Ändern der Sitzhöhe durch Umstecken einer Kunststoffkulisse unter der Sitzbank schnell erledigt. Wobei Gangwechsel sicher, aber akustisch vernehmlich sitzen. Für widrige Bedingungen ist nun sogar eine Traktionskontrolle an Bord, wie sie auch die Super Ténéré besitzt. Drehmoment 138 Nm bei 7000/min, FahrwerkBrückenrahmen aus Aluminium, Telegabel, Ø 48 mm, verstellbare Federbasis, Zug- und Druckstufendämpfung, Zweiarmschwinge aus Aluminium, Zentralfederbein mit Hebelsystem, verstellbare Federbasis und Zugstufendämpfung, Doppelscheibenbremse vorn, Ø 320 mm, Vierkolben-Festsättel, Scheibenbremse hinten, Ø 282 mm, Doppelkolben-Schwimmsattel, Teilintegral-Bremssystem mit ABS, Traktionskontrolle.Alu-Gussräder 3.50 x 17; 5.50 x 17Reifen 120/70 ZR 17; 180/55 ZR 17Bereifung im TestBridgestone BT 023 „F“. So reist man mit der FJS entspannt durch die Gegend und genießt den vorzüglichen Geradeauslauf. Sagt Yamaha. Die angepeilte Ausfahrt ist erreicht, Blinker setzen und raus. In Fahrt liegen Ihr – welch‘ Überraschung – langgezogene Kurven wie sie auf Landstraßen oder auf der Autobahn heimisch sind. Zu den besonders Handlichen zählt sie trotzdem nicht. Die Yamaha FJR 1300 ist ein Tourer, und zwar ohne Sport davor. Der Fahrer braucht nur noch den Ausblick und die breite, gut gepolsterte Sitzbank zu genießen. Denn Lenkpräzision und Rückmeldung bewegen sich trotz der neuen Bridgestone BT 023 „F“ nach wie vor auf durchschnittlichem Niveau. Boah, eine ganze Menge Motorrad ist das. Schließlich braucht man einen festen Stand, denn kippt sie mal, gibt es wenig, was sie aufhalten könnte. Allerdings sollte die elektrisch einstellbare Scheibe dabei in die höchste Position gebracht sein. Nur die Zuladung fällt mit 201 Kilogramm für einen Tourer dieses Formats recht mager aus. Ruck, zuck ist die Sitzbank um 20 Millimeter höher positioniert. Und ein schweres Stück dazu, denn knapp 300 Kilo wollen bewegt werden. FahrwerkErfreulich, dass die fjr nicht immer größer und schwerer wird, sondern ihr vergleichsweise niedriges Gewicht hält. So soll es sein. Rangieren ist logischer Weise nicht die Königsdisziplin der Yamaha. Trotz härterer Federn vorne und hinten und strafferer Dämpfung hat die FJR nichts an Komfort eingebüßt. Mit erhöhter Vorspannung hinten überzeugt die FJR auch zu zweit. Von diesem Konzept ist Yamaha nach wie vor überzeugt und setzt daher auch für das kommende Jahr auf behutsame Modifikation statt auf radikale Erneuerung. Und dann passts auch für Fahrer mit Gardemaß ausgezeichnet. Das wird den ganzen Test über so bleiben, denn die Yamaha zieht einfach davon. Was sonst wichtig ist, klärt der Test. Geringeres Gewicht, geringfügig mehr Leistung (146 statt 144 PS) und günstigerer Verbrauch sollen das Ergebnis sein. Die Vorspannung am Federbein kann nur in zwei Stufen verändert werden. Man muss sie sich leisten können, die in besserer Ausstattung rund 20.000 Euro teure Yamaha. Nach wie vor beeindruckend, wie der 1300er schon knapp über Standgasdrehzahl, turbinengleich voranzieht. Die Sitzposition ist zuerst etwas ungewohnt. Ganz hoch gefahren ermöglicht sie auch hohes Dauertempo. So weit, so unauffällig. Vor allem aber, und das freut auf den teils verwinkelten und engen Sträßchen der Schwäbischen Alb besonders, geht der fein säuselnde Vierzylinder aus dem Schiebebetrieb heraus sanft und spontan zur Sache, hängt direkt und ruckfrei am Gas. Aufrecht ja, das ist noch nicht das Ungewöhnliche. Das fängt bei der komfortablen Sitzbank an und hört beim üppigen Platzangebot noch lange nicht auf. Nur einen Drehzahl und Verbrauch senkenden sechsten Gang verkneift sich auch die jüngste Auflage der FJR. Und auch die Spiegel gewähren einen ausgezeichneten Blick zurück. Das funktioniert kaum spürbar und ausgesprochen gut. Currently owns a 1987 GSX-R1100, a 1992 Ducati 400SS, a 1973 Honda SS50, a … Zusätzlich modifizierten die Techniker Ansaugtrakt und Auspuff und bestückten die Kolben mit reibungsärmeren Ringen. Wobei das zwar komfortabel ist, ein Handrad zur stufenlosen Verstellung der Federbasis dennoch die bessere Wahl wäre. Ob sie so gegen die inzwischen starke Konkurrenz zu altem Glanz zurückfinden kann, muss sich zeigen. Wobei allerdings überschaubare 201 Kilogramm Zuladung Grenzen setzen. Absteigen, Hauptständer runterklappen und - flupp - steht der Brocken. Das dreiteilig gegliederte Cockpit ist recht übersichtlich gestaltet, die wichtigsten Infos sind zentral ablesbar. Ein bisschen unterschiedlich fallen die Stimmen des Testteams zum Windschild aus. Seelenruhig zieht die FJR ihre Bahn, rauscht selbst in der Nähe der Topspeed-Region stabil über die Autobahn. Etwas breitbeinig, geschuldet der massiven Bauweise und vor allem dem Tank. Und der jetzt angenehm leichtgängige Gasgriff erleichtert den dosierten Einsatz der Leistung ebenfalls. Der Motor drängt sich nie in den Vordergrund, er ist da und macht, was er soll. Ein Einstand nach Maß. Doch vor dem Ablegen des schweren Schiffs gibt es ein kleines Problem: Checkt unbedingt das Gewicht, denn die Zuladung der Yamaha ist mit 186 Kilo oft zu gering. Dabei wird per Bowdenzug eine der beiden Federn des Federbeins blockiert, Wie am Federbein kann an der Gabel die Zugstufe per Rändelrad geändert werden. Das Drehzahlniveau im fünften Gang ist zwar objektiv gesehen nicht zu hoch, auf längeren Etappen wäre aber eine den Verbrauch senkende, länger übersetzte sechste Fahrstufe sinnvoll. Die Yamaha Tracer 900 heißt jetzt Tracer 9 und lässt es bei ihrer... © 2020 MOTORRAD-Gruppe ist Teil der Motor Presse Stuttgart GmbH & Co.KG, Weitere Angebote der Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG & Motor Presse Hearst GmbH & Co. KG. Kein Problem, das elektronische Fahrwerk lässt sich mannigfaltig einstellen. Das wenig neutrale Lenkverhalten allerdings ebenso wenig. Die Yamaha FJR 1300 ist ein Tourer, und zwar ohne Sport davor. Eine willkommene Unterstützung beim Bewältigen längerer Etappen erfährt der Pilot vom neuen und kinderleicht bedienbaren Tempomaten. Dafür gebührt Lob. Okay, das letzte Mal (2008) ist schon etwas her, aber dennoch: So ein Motorrad kann gar nicht schlecht sein. MotorAuch wenn sie ganz unten etwas an Drehmoment eingebüßt hat, überzeugen die Durchzugswerte des feinen Vierzylinders. Für Serpentinen oder Wendemanöver bremst die Verbundbremse beim Tritt aufs Bremspedal außerdem vorne -etwas zu arg mit. Die Seitenkoffer schlucken zwar durchschnittlich große Integralhelme, kommen bei größeren Modellen aber an ihre Grenzen oder müssen gar passen. So verlieren sogar zweitklassige Sträßchen ihren Schrecken. Ab dem dritten Gang einsetzbar, lässt sich das Tempo zwischen 50 und 180 km/h in Zwei-km/h-Schritten festlegen. Dazu sorgen in Schräglage Unebenheiten - wie auch der Griff zur Bremse - für ein spürbares Aufstellmoment. Doch 5,3 Liter Verbrauch versöhnen. FazitStärken gestärkt, Schwächen gemildert. Auf der Villa d'Este 2018 zeigte BMW die Studie 9Cento, auf der EICMA 2019 enthüllen die Bayern deren Serienableger F 900 XR als... 1988 brachte Honda mit der NX 650 Dominator ein Motorrad, das unscheinbar aussah und doch beachtliche Offroad-Talente mitbrachte, die sie... Das Ändern der Vorspannung am Federbein ist ohne Werkzeug in Sekundenschnelle über einen kleinen Hebel bewerkstelligt. Fortan war sie eine feste Größe im Tourersegment. Hier zeigt sich das hohe Gewicht von Vorteil, auf eine trendig-straffe Abstimmung verzichtete Yamaha. Im Vergleich zu den Adventure-Bikes muss man bei ihr auf die angedeutete Geländetauglichkeit verzichten – aber darüber hat sich wahrscheinlich noch niemand beschwert. Doch dürfte das sensible Naturen vielleicht weniger stören als das dezente Singen, das speziell vierter und fünfter Gang bei niedrigen Drehzahlen erzeugen. Doch wirkt die Überarbeitung halbherzig. Dafür bekommt man eine luxuriös und ausgereift wirkende Begleiterin für die guten und schlechten Tage im Leben eines Motorradfahrers. Und in der Tat, wer eine Cola-Dose aufbekommt, kriegt sicher auch die FJR aufgebockt. Die Zugstufe an Gabel und Federbein ist per Rändelrad einstellbar, die Verkleidungsscheibe fährt nun blitzschnell hoch oder runter, und das neue Display mit seinen reichhaltigen Informationen und Funktionen lässt sich über zwei Schalter leicht und intuitiv bedienen. Auf langen Autobahnetappen ist sie in ihrem Element und zieht dort auch bei höherem Tempo stoisch ihre Bahn. Serpentinen gehen, aber dieser Tourer kann gut drauf verzichten. Und hat deshalb nicht nur die Finger von der Preisschraube gelassen, sondern auch kräftiger im Detail Hand angelegt, als es das nahezu unveränderte Äußere erahnen lässt. 25 Liter Fassungsvermögen müssen schließlich irgendwo hin.